Der Magier- Interview mit dem Verleger und Harry Potter-Entdecker Barry Cunningham

Wer weiß, ob Harry Potter jemals das Licht der Welt erblickt hätte, wäre das Manuskript nicht eines Tages auf dem Schreibtisch von Barry Cunningham gelandet. J.K. Rowlings Text war davor schon von vielen Verlagen abgeschmettert worden. Für ein Kinderbuch sei die Geschichte viel zu lang und die Welt von Hogwarts zu komplex, so hieß es einhellig. Cunningham, seinerzeit Lektor beim englischen Verlag Bloomsbury war anderer Meinung. Er sah in dem Manuskript etwas Einzigartiges und es gelang ihm seinen Verleger zu überzeugen. Der Rest ist Geschichte.

Heute ist Barry Cunningham selbst Verleger und hat das Harry Potter-Modell erfolgreich auf seinen eigenen VerlagChicken House übertragen. Cunningham gibt jungen, unbekannten Autoren eine Chance. Autoren, an die er selbst glaubt und von denen er überzeugt ist. Dabei ist ihm Eines besonders wichtig – seine Autoren müssen in ihren Geschichten mit einer authentischen Stimme zu den Jugendlichen sprechen.

Im Zuge der Einführung seines Verlages in Deutschland hatte ich die Gelegenheit, Barry Cunningham persönlich kennenzulernen. In dem Interview, was ich mit ihm geführt habe, wirkt er äußert entspannt, obwohl wir ihm nur wenige Minuten zuvor einen gehörigen Schrecken eingejagt hatten. Um ihm auf unser Alternate Reality Game für Numbers einzustimmen, hatten wir uns erlaubt, einen verstörende Empfangsbotschaft in seinen Hotelfernseher einzuspeisen.

Als die Kamera abgeschaltet war, verriet er mir noch, dass er seinen Autoren einen besondere Behandlung angedeihen lässt. So lässt es sich der Verleger nicht nehmen, J.K. Rowling und Cornelia Funke zu bekochen, wenn sich die Gelegenheit dazu bietet. Sehr fürsorglich, der Mann!



Von vm-people am 29. Juli 2010
in Aktuelle Fallbeispiele, Alternate Reality Games, Fans, In eigener Sache, Vermischtes

Von vm-people am 29. Oktober 2009
in Vermischtes

Von vm-people am 17. Februar 2009
in Vermischtes

Von Ochsenwürfen und Schweinehunden: Flow Doc Gerhard Huhn

Im Laufe der Jahre haben viele Menschen wichtige Beiträge geleistet, dass aus einer fixen Idee ein solides, kleines Unternehmen geworden ist. Aus der langen Reihe der Unterstützer, Freunde und Förderer von vm-people ragt jedoch einer heraus: Dr. Gerhard Huhn.

Schon in den Anfängen im Jahr 2000 als vm-people noch für nichts anderes stand als für ein waghalsiges Diplomprojekt, stand er mir als informeller Betreuer zur Seite und löste so manche Schreibblockade durch kompetenten Rat. Später dann, in der Gründungsphase, stiftete er sozusagen die „geschäftliche Ehe“ zwischen meinem Partner Michael Zerr und mir. Sein kreativer Problemlösungsansatz von damals gehört längst zur firmeninternen Folklore und trägt den Namen „Ochsenwurf“. Und auch heute noch steht uns Gerhard Huhn mit Rat und Tat zur Seite, wann immer irgendwo der Schuh drückt. Und das ist bei einem Unternehmen, dass auch im gerade zu Ende gegangen Jahr wieder ein gutes Stück gewachsen ist, nicht selten der Fall.

Apropos Schuh… Gerhard Huhns Motivationskünste als Flow Doc haben sich selbstverständlich inzwischen herumgesprochen, so zum Beispiel zum Jogging-Papst Achim Achilles, bekannt durch seine regelmäßige Kolumne auf Spiegel Online. Für die aktuelle Ausgabe hat Gerhard ein Interview gegeben wie man seinen inneren Schweinehund überwindet und seine guten Vorsätze zum Jahreswechsel in die Tat umsetzt. Prädikat: Besonders lesenswert! Ich für meinen Teil habe mir übrigens vorgenommen wieder mehr zu bloggen. Denn: Gute Vorsätze sind besser als schlechte Absätze! In diesem Sinne allen Lesern dieses Blogs ein glückliches und erfolgreiches Jahr 2009!

SPIEGEL Online Interview mit Dr. Gerhard Huhn
Website von Gerhard Huhn



Von vm-people am 5. Januar 2009
in In eigener Sache, Publikationen, Vermischtes

Onkel Milgrams Open Mike

Der Name Milgram steht im Kontext des Viralen Marketing in erster Linie für das„Kleine Welt Phänomen“. Der Psychologe Stanley Milgram wies im Rahmen eines Experiments nach, dass jeder Mensch über eine überraschend kurze Kette von Kontakten mit jedem anderen Menschen auf der Welt verbunden ist.

Berühmt wurde Milgram allerdings durch ein ganz anderes Experiment, mit dem er die Hörigkeit von Durchschnittsmenschen gegenüber Autoritäten austesten wollte. An das sogenannte Milgram-Experiment möchten heute Abend die Veranstalter der legendären Après Bunny-Formate (Powerpoint Karaoke etc.) erinnern mit „Onkel Milgrams Open Mike“.

Aus den Veranstaltungshinweisen: „Angelehnt an das Milgram-Experiment von 1961 werden freiwillige Vortragende mit einem medizinischen Reizstromgerät verkabelt, das vom Publikum gesteuert wird. Je schlechter der Text, desto brizzeliger das Bühnenvergnügen. Anders als im Originalexperiment sind die elektrischen Schläge und ihre Empfänger echt, es steht den Vortragenden aber frei, die Bühne vorzeitig zu verlassen. “

Was wohl „Onkel Milgram“ dazu sagen würde?



Von vm-people am 30. August 2006
in Vermischtes