DARK CALL: Der Escape Room zum Psychothriller

Krimis drehen sich nicht selten um ein Rätsel beziehungsweise um die Frage Whodunit. Die Suche nach dem und den Tätern macht die Leserinnen und Leser zu Ko-Ermittlern und lässt sie mitfiebern. Die Inszenierung als Escape Game, in dessen Verlauf Aufgaben und Rätsel gelöst werden müssen, drängt sich förmlich auf.

Im Auftrag des Verlags HarperCollins Germany haben wir ein Live Escape Game für den Psychothriller „Dark Call“ des britischen Autors Mark Griffin konzipiert und umgesetzt. Die besondere Herausforderung bestand darin, die Experience in einem Container unterzubringen, denn das Game sollte mobil einsetzbar sein.

Die Besucher unseres Escape Rooms konnten zwar das Rätsel um die Identität des Serienmörders im Roman nicht lösen, hatten aber die Gelegenheit, einen Tatort zu inspizieren und dabei den Atem des Killers zu spüren. Nach der gelungenen Premiere im Rahmen der Leipziger Buchmesse, jagte unsere immersive Dark Call Experience, mutigen Besuchern in Hamburg, Krefeld und Braunschweig Angst und Schrecken ein.

Foto: Tintenelfe

Aus meiner Sicht sind Live Escape Games generell eine interessantes Geschäftsfeld für Publikumsverlage, die bereit sind, neue Wege zu beschreiten. Denn aus der Wechselwirkung zwischen Printpublikationen und Event-Formaten wie Escape Games lassen sich nicht nur spannende Synergieeffekte erzielen, sondern völlig neue Erlösquellen erschließen. Schließlich sind Besucher eines Escape Rooms bereit, genauso viel zu bezahlen wie für den Kauf eines Hardcovers.

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