Wie wichtig sind Superspreader?
Die Superspreader-Theorie besagt, dass wenige Akteure in der Lage sind, für eine weitreichende Verbreitung in einem Netzwerk zu sorgen. Dass man die Theorie als Erklärung für die Ausbreitung von Infektionskrankheiten heranziehen kann, wurde bereits am Beispiel von SARS nachgewiesen.
Amerikanischen Wissenschaftler haben das Superspeading-Muster jetzt erstmals bei wildleben Säugetieren beobachtet. SPIEGEL Online berichtet heute darüber wie die Forscher die Übertragungswege von Hantaviren bei Hirschmäusen untersucht haben.
Dass die 20/80-Regel auch für die Planung von viralen Maßnahmen eine Rolle spielt hat seit Malcolm Gladwells „Der Tipping Point“ niemand bezweifelt. Bis Duncan Watts diesen Glaubenssatz des Viralen Marketings im letzten Jahr in einem Artikel in Frage gestellt hat.
Wir haben die darüber aufflammende Diskussion wie wichtig Superspreader eigentlich sind zum Anlass genommen, an dieser Stelle tiefer zu schürfen. Erste Ergebnisse unserer Forschung werden Jürgen Pfeffer und ich in einem Vortrag mit dem Titel „Do Influentials matter?“ auf der Sunbelt-Konferenz (10. – 15. März 2009)in San Diego vorstellen.