Quibi – Willkommen in der Streaming-Zukunft … bald

Mit Spannung wurde gestern die SXSW-Session „The Next Form of Storytelling: The Future of Technology-Enabled Entertainment“ erwartet. Denn auf der Bühne stellte niemand geringeres als der Gründer der Dreamworks SKG, Jeffrey Katzenberg und die Grande Dame aus dem Silicon Valley, Meg Whitman, ihre Version der Unterhaltungs-Zukunft vor.

Quibi – The Next Level Video-Shit

Im April 2020 (nein, das ist kein Vertipper, es dauert wirklich noch so lange) soll mit Quibi die Revolution im Bereich Video-Streaming online gehen. Der Name Quibi steht hierbei für „Quick bite“ und beschreibt die Idee der neuen Video-Plattform sehr treffend. Abonnenten des Dienstes (5$/Month) bekommen in der App eine große Bandbreite an kurzen Videoinhalten, die für das Betrachten auf dem Smartphone optimiert sind. Bei den Inhalten soll es sich um Content in Hollywood-Qualität handeln und die eigenen Quibi-Serien würden in ihrer Bildgewalt Formaten wie „Game of Thrones“ in nichts nachstehen, wie Katzenberg versprach.

Quibi-Logo – Quelle: quibi.com

Entwicklung entlang des Nutzers

Mit der Bereitstellung von kurzen Inhalten, die sich vor allem unterwegs auf dem Smartphone gut anschauen lassen, reagiert „Quibi“ auch auf die vorherrschende Mediennutzung junger Menschen in Deutschland. Bei Ihnen stellt das Smartphone das zentrale Gerät ihrer Mediennutzung dar.

Quelle: Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V.

Durch die kurze Dauer der auf Quibi zur Verfügung stehenden werdenden Inhalte, stellt die Plattform keine Konkurrenz zu Netflix, Amazon Prime und Co dar. Es ist vielmehr als Ergänzung zu verstehen.

Quibi will Qualitätslücke füllen

Video-Streaming-Angebote, die bereits mobil von Nutzern verwendet werden, wie Youtube, Instagram TV (IGTV) oder Facebook Watch, stellen vornehmlich User Generated Content bereit. Die Qualität der Inhalte ist dabei stark variabel. Hier setzt Quibi an dem Wunsch des Nutzers nach Qualitativ hochwertigen Inhalten an.

Quelle: Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V.

Auch wenn bisher noch keine Inhalte von Quibi zu sehen sind, lässt einen die Tatsache, dass alle 8 Major-Filmstudios, wie Universal, Paramount und Disney, an der Produktion der Serien und Shows beteiligt sind, glauben, dass es sich um Videos in Spitzenqualität handeln wird.

Das Konzept scheint durchdacht, das Bedürfnis ist da. Quibi hat das Zeug zu einer sehr erfolgreichen Innovation zu werden. Jetzt heißt es jedoch erst einmal abwarten – und das noch ganz schön lang.

Quelle Titelbild: Photo by Suzanne Cordeiro/REX/Shutterstock (10148675b)

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