Fitzek an Bord: Transmediale Schiffspassage für „Passagier 23“ gestartet

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Er hat es schon wieder getan: am 30. Oktober erscheint Sebastian Fitzeks neuester Schocker „Passagier 23“. Mit einer Gesamtauflage von insgesamt rund 5 Millionen Büchern weltweit, ist er inzwischen Deutschlands erfolgreichster Thriller-Autor. Seit unserer ersten Zusammenarbeit „Push 11“, einem Alternate Reality Game, das als interaktiver Prolog zu seinem dritten Roman „Das Kind“ angelegt war, sind inzwischen sieben Jahre vergangen. Die Fitzeksche Fangemeinde wächst mit jedem neuen Titel, allein auf seiner Facebook-Seite folgen ihm inzwischen rund 85.000 Fans.

Für seinen anhaltenden Erfolg gibt es viele Gründe. Einer davon ist, dass Sebastian Fitzek sehr früh verstanden hat, dass Social Media viele neue Wege für Autoren eröffnen, ihr Publikum zu finden. Zum Beispiel gelingt es ihm immer wieder, aus Buch und Promotion ein immersives Gesamtkunstwerk zu formen, das die Leser vor, während und nach der Lektüre in seinen Bann zieht. „Meine Bücher sind Tore in multimediale Erlebniswelten“, wie Fitzek dieses Verständnis selbst auf den Punkt bringt.

Sein neuer Roman „Passagier 23“ spielt auf hoher See und hat den wahren und sehr verstörenden Umstand zum Thema, dass jährlich rund zwei Dutzend Menschen auf Schiffspassagen verschwinden. Da lag es natürlich nahe, die Fans vor dem offiziellen Erscheinungstermin am 30. Oktober 2014 zu einer (virtuellen) Kreuzfahrt einzuladen, um sie auf das für den Autor ungewöhnliche Setting einzustimmen.

Seit gestern können mutige Menschen im Web eine Kabine auf der „Sultan of the Seas“ buchen, das riesige Kreuzfahrtschiff aus „Passagier 23“. Dem Vernehmen nach sollen an Bord seltsame Dinge vor sich gehen. Was genau, das erfahren die Passagiere dann ab dem 12. Oktober, wenn die „Sultan“ in See sticht. Ob alle Gäste die Transatlantikpassage von New York nach Southampton heil überstehen werden, ist mehr als fraglich.

Wir freuen uns sehr, dass wir auch diesmal wieder mit von der Partie sind. Gemeinsam mit Verlag und Autor waren wir bei der Entwicklung der transmedialen Experience von Anfang an mit im Boot und zeichnen für die Umsetzung verantwortlich. Dabei möchte ich die Videoproduktion, vor allem den Buchtrailer herausheben, den wie so oft die Kollegen und Könner von Woodfilm aus dem Odenwald realisiert haben.

Wer einchecken möchte, hier geht’s lang:
http://passagier23.de/



Von Thomas Zorbach am 3. Oktober 2014
in Aktuelle Fallbeispiele, Transmedia Storytelling

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Auf der Suche nach der wahren Buchliebe – Online-Kampagne zu Kai Meyers „Die Seiten der Welt“

In den Wochen und Monaten hatten wir das große Vergnügen, uns mit der wahren Liebe zu beschäftigen. Der wahren Liebe zu Büchern und Geschichten. Zu verdanken hatten wir dieses Glück den S. Fischer Verlagen. Diese beauftragten uns mit der Konzeption und Umsetzung einer Online-Kampagne zu Bestsellerautor Kai Meyers neuen Fantasie-Roman „Die Seiten der Welt“.

Nach Lektüre des Manuskripts waren wir uns im Team alle schnell einig: das ist eine wirklich dankbare Aufgabe! Bei einer so liebevoll erdachten und ausgestalteten Buchwelt, schrieb sich das Konzept fast wie von selbst. Wie in all unseren Projekten war es uns auch diesmal besonders wichtig mit viel Liebe zum Detail zu arbeiten. In unseren Ansprechpartnern beim Verlag und auch in Kai Meyer fanden wir gleichgesinnte Mitstreiter für unserer nun folgenden Mission, 100 würdige Geheimnisträger und wahrhaftige Bibliomanten zu finden. Bibliomanten?! Das sind jene Menschen um deren Geschichte sich der Roman „Die Seiten der Welt“ dreht. Menschen mit einer unendlichen Liebe zu Büchern. Sie können sich die Macht, die jedem Buch inne wohnt zunutze machen und haben Zugang zu einer Welt, deren Zutritt und Geheimnisse gewöhnlichen Menschen verwehrt bleibt. Und aus eben dieser Welt erreichte vor ein paar Tagen 100 Buchblogger („Bookfluentials“) ein dreiseitiger, handgeschriebener und personalisierter Brief. Sowohl den Umschlag als auch das Papier, zierte das Wappen von Castle Hay, dem Sitz des Direktors von Libropolis, der Stadt der Bücher. Und eben dieser Direktor wendete sich in dem Brief an seine Empfänger. Er habe das Gefühl, dass auch in ihnen die Macht der Bibliomantik schlummert.

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Quelle: http://dreigroschenpoesie.wordpress.com/

In dem postalischen Mailing und auf der illustrierten und animierten Aktions-Website www.seiten-der-welt.de wurden die Besucher dazu aufgefordert sich einer „bibliomatischen Prüfung“ zu unterziehen und einem bibliomantischen Rat zu beweisen, dass auch in ihnen ein Bibliomant verborgen ist.

 

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Die Prüflinge mussten Fragen beantworten, die Aufschluss auf die Größe ihrer Bücherliebe gaben und sowohl einen persönlichen, als auch einen direkten Bezug zum Roman aufwiesen.

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Zudem sollten sie einen Beweis in Text, Bild oder Video-Format erbringen, welcher ebenfalls ihre besondere Beziehung zu Büchern veranschaulicht.

Außerdem konnten sie dem bibliomantischen Rat ihre bibliomantischen Fähigkeiten demonstrieren in dem sie weitere Bibliomanten unter ihren Freunden aufspürten und diese dazu einluden sich der Prüfung ebenfalls zu stellen.

Auf die 100 überzeugensten Einreichungen wartete ein vom Autoren handsigniertes und limitiertes Vorab-Premium-Buchpaket von „Die Seiten der Welt“. Um den roten Pfaden vom ersten Mailing wieder aufzugreifen, befand sich auch in dem Buchpaketen jeweils eine per Hand geschriebene Notiz des Direktors von Libropolis, welcher den frischgebackenen Bibliomanten zu ihrem Prüfungsergebnis beglückwünschte und sie in seiner Welt willkommen hieß.

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Quelle: http://volturi.blog.de/

Neben dem Spaß den wir beim durchstöbern der abgelegten Prüfungen hatten, freuen wir uns diese Aktion mit über 2.800 Teilnehmern als Erfolg verbuchen zu dürfen. Neben konventionellen Werbeanzeigen sollte „Die bibliomantische Prüfung“ dazu dienen potenziellen Lesern bereits im Vorfeld des Erscheinungstermins Zutritt zu der fantastischen Geschichte hinter „Die Seiten der Welt“ zu gewähren.

Den Teilnehmern sollte die Gelegenheit geboten werden, ein wenig die Luft von Libropolis zu schnuppern um somit den Wunsch, noch tiefer in diese Welt einzutauchen, bei ihnen zu verstärken. Sowohl durch das liebevoll gestaltete und personalisierte postalische Mailing, als auch durch die aufwendig in der Technik des Parallax Scrolling programmierte und animierte Aktions-Webseite sollte diese Maßnahme ihre Teilnehmer in Staunen versetzten, sie in ihren Bann ziehen und einfach Freude bereiten. Denn darum geht es in dem Roman: Die Freude am Lesen und die Liebe zu Büchern.

Der Roman „Die Seiten der Welt“ von Kai Meyer erscheint am 25. September 2014 in Handel. Es freut und sehr, dass wir zur allgegenwärtigen Vorfreude auf das Buch unseren Teil beitragen konnten!



Von Stephanie Bagehorn am 18. September 2014
in Aktuelle Fallbeispiele, fischer, In eigener Sache

„Diese Rombergs“ – Vom aufpoppen beim Endkunden

Derzeit unterstützen wir unseren Kunden Romberg, ein Unternehmen im Groß- und Außenhandel für Pflanzenanzuchtbedarf, dabei, mit seinen Endkunden auf Tuchfühlung zu gehen. Kommunikation im B2C-Bereich war für die „Rombergs“ bis vor Kurzem kein Thema – es herrschte die einhellige Meinung, dass man nichts Interessantes zu erzählen habe. Thomas berichtete an früherer Stelle bereits darüber, dass dem ganz und gar nicht so ist. Mit dem Blog „Diese Rombergs“ hat sich das Unternehmen eine Kommunikationsplattform geschaffen, mit dessen Hilfe es in den Dialog mit Hobbygärtnern getreten ist und einige von ihnen auch als Gastautoren zu Wort kommen lässt.

Zum Frühlingsanfang dieses Jahres haben die Rombergs ihren Bloglesern die Möglichkeit gegeben, sich selbst und drei Freunden einen Frühlingsgruß zu zusenden: Die Hobbygärtner konnten sich zwei der sechs Sorten vom neuen Produkt des Unternehmens, Rombergs feinste POP UP Erde, aussuchen. Die Erden wurden ihnen dann direkt nach Hause geliefert und können nun einem kritischem Test unterzogen werden – Feedback ausdrücklich erwünscht!

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Innerhalb von wenigen Stunden war der Vorrat bereits erschöpft und rund 450 Hobbygärtner hatten sich ihr Testpaket bestellt – für Romberg und uns ein viraler Erfolg!

Passend zum neuen Erden-Produkt betreibt Romberg dieser Tage einen POP UP Store auf der Sternschanze in Hamburg. Auch hier soll der gemeinsame Austausch rund um das Thema Garten im Vordergrund stehen: Die Besucher können sich Tipps zum Gärtnern in der Großstadt abholen, die neuen Erden selbst ausprobieren und alle Fragen rund um das Thema Anzucht und Pflege von Pflanzen loswerden und diskutieren.

Der im Stil eines Hinterhofs und mit viel Liebe zum Detail aufgebaute Store wurde von den Besuchern so gut angenommen, dass sich die Rombergs kurzer Hand dazu entschlossen haben, aus den ursprünglich sechs geplanten Öffnungstagen gleich sieben zu machen.

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Der Store ist noch bis einschließlich diesen Sonntag, dem 6. April, geöffnet.

Adresse: Beim Grünen Jäger 1, 20359 Hamburg

Auch wir werden heute vor Ort sein und feiern gemeinsam mit Romberg den Start in das 150. Unternehmens-Jahr!



Von Stephanie Bagehorn am 4. April 2014
in Aktuelle Fallbeispiele, Events

„Memiana“: Transmediale Experience für das bislang größte deutsche Fantasy-Epos gestartet

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In Buch-affinen Online-Kreisen macht in diesen Tagen eine gewisse Hannah Schwarz von sich reden. Die Studentin ist die mutmaßliche Absenderin rätselhafter Tonphiolen, die per Post zugestellt wurden und die mit unbekannten Symbolen verziert sind. Wie sich herausstellte, handelt es sich bei den Zeichen um einen Code, der zu einer Webseite führt und die den Besucher zu einer Entdeckungsreise in eine fremde, gefährliche Welt einlädt: www.memiana.de

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Bei den Ereignissen um Hannah und ihren ominösen Gefährten Wingort handelt es sich um den interaktiven Prolog zu einem Buchprojekt, das gleich in mehrfacher Hinsicht ungewöhnlich ist. Einmal aufgrund der schieren Länge, denn Memiana ist mit seinen vierzehn Bänden und insgesamt mehr als 6.000 Seiten das umfangreichste Fantasy-Epos, dass es bislang in deutscher Sprache gegeben hat. Zum Anderen begleiten wir den Verkaufsstart der ersten Bandes „Ewige Wacht“ am 15. März 2014, gemeinsam mit den geschätzten Kollegen von Feder & Schwert mit der wahrscheinlich aufwändigsten Werbekampagne, die jemals für ein Buch in Angriff genommen wurde, das vom Autor selbst veröffentlicht wird. Die auf virale Effekte angelegte transmediale Experience kombiniert Online-Storytelling via Social Media unter anderem in Form von Webisodes mit Real Live-Elementen wie Geocaching und Rollenspiel.

Matthias Herbert ist mit über 300 Drehbüchern einer der erfolgreichsten deutschen Krimi- und Thriller-Drehbuchautoren und ist unter anderem Erfinder der RTL-Serie „Alarm für Cobra 11“.

Die transmediale Kampagne läuft seit letztem Wochenende und lässt sich unter anderem auf folgenden Plattformen verfolgen:

In-Game-Webseite
www.memiana.de

Blog und Facebook-Seite von Hannah:

Teilnehmer-Diskussionsforum



Von Thomas Zorbach am 6. März 2014
in Aktuelle Fallbeispiele, Alternate Reality Games, Das weiße Kaninchen, Transmedia Storytelling

Die ultimative Blog-Hudelei: Der Corporate Blog von Romberg

Roland, der Offline-Blogger

Vor ziemlich genau zwei Jahren habe ich zum ersten Mal den Begriff „Quelltablette“ gehört. Nein, ich war zum Glück nicht krank, aber ganz wohl war mir in diesem Augenblick auch nicht. Ich saß in einem kargen Konferenzraum (der Kunde möge es mir verzeihen) im schleswig-holsteinischen Ellerau und blickte in ratlose Gesichter. Ich war gerade dabei, einen Workshop zu beenden, der eigentlich das Ziel hatte, die Teilnehmer für Social Media zu begeistern.

Mein Publikum bestand aus Mitarbeitern von Romberg, einem Handelsunternehmen mit einer rund 150jährigen Tradition, das sich im Laufe seiner Geschichte zu einem der führenden Anbieter im Bereich Hobbygarten-Artikel entwickelt hat. Ich hatte mich unter anderem darum bemüht, die „Rombergs“ für das Bloggen einzunehmen. Doch der obligatorische „Schnappschuss“ am Ende brachte ein recht einhelliges, leicht resignatives Resümee an den Tag: „Ganz interessant, aber sorry, was haben wir denn schon Spannendes zu erzählen!?“

Mit dieser Selbstwahrnehmung steht Romberg nicht alleine da, sie ist symptomatisch. Claus Wieking, ehemaliger Chefredakteur der W&V, kommt zu der Einschätzung, dass Corporate Blogging in Deutschland immer noch eine Seltenheit darstellt. Neben den Gründen, die Wieking benennt, halte ich eine spezielle Ausprägung von Betriebsblindheit für eine der zentralen Ursachen, warum es an Corporate Blogs mangelt. Denn es ist in der Regel nicht so, dass es keine interessanten Geschichten zu erzählen gäbe. Was in den Unternehmen oft fehlt, ist eine Sensorik, diese zu erkennen.

„Diese Rombergs“ widerlegen sich gerade im positiven Sinne selbst. Seit Januar ist das Unternehmen mit einem eigenen Blog am Start und begleitet sein Publikum, unterstützt durch Gastautoren aus dem Hobbygartenbereich, durch das Gartenjahr. Den Anlass, mit dem Bloggen anzufangen, stiftete ein Produkt, dessen Einführung eigentlich für das Frühjahr geplant war und von dem man glaubte, es brächte die spannenden Geschichten im Huckepack mit sich. Allerdings musste die Produkteinführung dann auf den Herbst verschoben werden. Und siehe da, zu berichten gibt es trotzdem eine Menge. Zum Beispiel, warum man das Produkt, die POP UP-Erden, nicht wie angekündigt auf den Markt bringen konnte.

Diese Rombergs - Blogger aus Leidenschaft

Dabei geben die Rombergs ein Paradebeispiel für eine offene Diskussionskultur ab. Fragestellungen, zu denen intern gestritten wird, werden mit Blogbeiträgen gezielt nach außen getragen, um Kunden an den Diskussionen teilhaben zu lassen und sie nach ihrer Meinung zu fragen. Allen voran der Geschäftsführer, Roland Reiser – ein Mann, der von sich behauptet, in seinem Leben noch nie eine SMS oder eine E-Mail geschrieben zu haben und der deswegen seine monatlichen Kolumne konsequent handschriftlich verfasst. In seinem aktuellen Beitrag geht es beispielsweise um die Frage, wie man im Unternehmen damit umgehen sollte, dass die Produktlinie „Powerplaant“ unter anderem zum Hanfanbau genutzt wird.

Weil ich zugegebenermaßen leider keinen grünen Daumen, dafür aber zwei linke Hände habe, weiß ich auch nach zwei Jahren mit einer „Quelltablette“ noch immer nicht so viel anzufangen. Aber ich freue mich ständig aufs Neue, dass die anfängliche Skepsis in Ellerau gegenüber Social Media im Allgemeinen und dem Bloggen im Speziellen einer großen Begeisterung gewichen ist. Liebe Rombergs, wir sind dankbar, dass wir unseren Teil dazu beitragen können, diese Erfolgsgeschichte des Corporate Blogging gemeinsam mit euch fortzuschreiben!



Von Thomas Zorbach am 17. Juli 2013
in Aktuelle Fallbeispiele, corporate blogging