Online- Diskussion

Heute ab 12.00 Uhr wird Sebastian Weber, Verlagsleiter bei PONS, dem Blogger Patrick Breitenbach zum Thema „geschlechtsspezifische Übungsbücher“ Rede und Antwort stehen.

Die Diskussion wird live bei USTREAM übertragen.

Wenn Sie Fragen und Anregungen zum Thema haben, können Sie bei USTREAM die Chatfunktion (für registrierte Mitglieder) nutzen oder die beiden über Twitter

kontaktieren.

UPDATE: Das Video wurde aufgezeichnet. Hier der Mitschnitt vom 3.11.



Von vm-people am 3. November 2009
in Diskurs

Weblogs und Broccoli

Im Jahr 1987 hatten wir amerikanische Freunde zu Besuch: „Was, Ihr habt kein Fax?“ war die ungläubige Frage, über die wir uns köstlich amüsierten. Wozu um alles in der Welt sollte ein kleines Unternehmen ein Fax haben. Ende der neunziger Jahre hatte ich eine Diskussion mit Bernd Kreutz: Internet, das sei etwas für Pioniere – ein Minderheitenthema.

Am vergangenen Freitag fühlte ich mich an diese Erfahrungen erinnert: Die Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg hatte eingeladen zu „Weblogs, Podcasts, Web 2.0 – Chancen für Marketing und Kommunikation“. Thomas Schneider von der Online-Redaktion der Stuttgarter Zeitung/Stuttgarter Nachrichten hatte den Part des Skeptikers übernommen und erfüllte seine Aufgabe mit Bravour: Weblogs als Medium, mit dessen Hilfe jeder erzählen könne, wie ihm sein soeben verspeister Broccoli geschmeckt habe, Podcasts als Instrument, damit Google auch noch die Schmatzgeräusche in sein Ranking aufnehmen könne und eine Philippika gegen die Spinner im eigenen VfB-Forum: Das alles hatte schon große polemische Klasse.

Nur: Könnte es sein, dass uns diese Sichtweise demnächst genauso peinlich ist, wie die oben beschriebene Erfahrung? Könnte es sein, dass Elizabeth Albrycht, Dr. Ansgar Zerfaß und Michael Schuster Recht haben, wenn sie von einem Paradigmenwechsel in der Mediennutzung sprechen? Könnte es sein, dass wir erst ganz am Anfang einer Entwicklung stehen, an deren Ende die klassischen Monopole der Informationsverbreitung fallen? In deren Rahmen eine fragmentierte Landschaft individuell generierter Inhalte entsteht? In der das Teilen von Wissen, die Schaffung von Vernetzungen und die Bildung von Vertrauen zu Erfolgskriterien werden? Ich bin gespannt.

PS: Liebe Frau Kranich von der MFG Baden-Württemberg, herzlichen Dank dafür, dass Sie unsere kurzfristige Teilnahme ermöglicht haben!



Von vm-people am 20. März 2006
in Broccoli

Powerpoint Karaoke

Über den Sinn und Unsinn von Powerpoint wird seit einiger Zeit heftig gestritten. Gelegentlich auch bei vm-people. Das Programm stelle die Form über den Inhalt, sei Schuld an der Challenger-Katastrophe und überhaupt ziemlich „böse“, sagen die Gegner. Die Befürworter verweisen kleinlaut darauf, dass es nun mal der Standard sei, der sich durchgesetzt hat.

Die Diskussion mag als Kontext für eine Idee gedient haben, die letzte Woche in Berlin Premiere hatte und von der ich glaube, dass sie bald Nachahmer finden wird: Powerpoint-Karaoke. Freiwillige mutige Menschen aus dem anwesenden Publikum halten improvisierte Vorträge zu (authentischen) Powerpoint-Charts, die sie noch nie zuvor gesehen haben. Ausgedacht hat sich das Ganze die Zentrale Intelligenz Agentur.

Auf dem Menü standen heikle Themen wie „Geschlechterspezifische und geschlechtersensible Gesundheitsförderung“ (Fonds Gesundes Österreich), „Wildbiologie – Schalenwild“ (Jungjägerlehrgang Kreisjagdverband Teltow-Fläming) oder „Strategische und operative Steuerung für Balanced-Scorecard basierte Führungsinformationssysteme“ (T-Systems). Ein sehr unterhaltsamer Abend und viel Wasser auf die Mühlen der Gegner.

TAZ-Bericht lesen
Jetzt auch auf Spiegel-Online



Von vm-people am 1. Februar 2006
in Ansteckende Ideen

Polo Blow

„Whodunit“? Die Frage nach dem Täter, die in der Kriminaliteratur eine ganze Gattung beschreibt, scheint auch auf dem Gebiet des Viralen Marketing mehr und mehr an Gewicht zu bekommen.

 

 

Denn die Frage, wer dahinter steckt, hält nicht nur den Leser eines Krimis bei der Stange, sondern vermag aktuell auch viele Diskussion, um den kontroversen Clip für den VW Polo anzuheizen. Waren es zwei englische Filmemacher, die sich ins Gespräch bringen wollten? Wußte die Werbeagentur bescheid? Hatte gar der Kunde die Finger im Spiel?

Ich persönlich halte den Clip für einen Anschlag auf die Marke VW. Es fällt schwer, mir vorzustellen, dass man in Wolfsburg auf die Idee gekommen sein könnte, die eigene Marke in den Köpfen der Menschen mit Themen wie Bombenterror und Selbstmord zu verknüpfen. Aber vielleicht kommt ja am Ende heraus, dass der Täter ein Konkurrent war?

Beitrag zum Thema in RTL-Explosiv downloaden



Von vm-people am 26. Januar 2005
in Aktuelle Fallbeispiele, Diskurs