Die Herausforderung

Das Online-Wörterbuch von PONS auf www.pons.eu sollte als lebendiges, nutzernahes und diskussionsoffenes Wörterbuch positioniert werden, das immer und überall zur Stelle ist, wenn es gebraucht wird, und seine Nutzer dadurch ermächtigt, stets korrekt zu schreiben. Rechtschreibung 2.0, sozusagen.

Schmackhaft gemacht werden sollte des Online-Wörterbuchs allen, die tagtäglich mit der deutschen Sprache arbeiten und dabei online sind, also z. B. Journalisten, Autoren, Redenschreiber, Schriftsteller, PR-Leute, Werbetreibende, Lektoren oder Germanisten. Diesen „Deutsch-Profis“ sollte vermittelt werden, dass im Zweifelsfall die richtige Schreibweise mit einem Klick im Netz zu finden ist.

Die Kampagne hatte zum Ziel, mit ausgewählten Schlüsselspielern in den relevanten Netzwerken Kontakt aufzunehmen, mit ihnen in einen Dialog zum Thema deutsche Rechtschreibung zu treten und darüber das neue Online-Wörterbuch ins Gespräch zu bringen.

Die Idee

Zurück auf die Schulbank: Im Zentrum der Einführungsaktion stand ein Teaser-Mailing an ausgewählte Blogger, das einen Testzugang zur Plattform www.pons.eu enthielt. Ihnen wurde per Post ein „Schulheft“ im PONS-grünen Einband zugestellt, in dem ein eigener Blogbeitrag abgedruckt war. Der Beitrag war mit einem Rotstift korrigiert und mit einem abschließenden Kommentar sowie einer Gesamtnote inkl. „Fleißbienchen“ versehen worden.

Parallel veröffentlichte PONS in Analogie zu den „Deutschen Blogcharts“ ein dynamisches Ranking, das anzeigte, wie es um die Orthografie reichweitenstarker Blogs in Deutschland bestellt war: „die PONS Deutsch-Charts“. Wer im Beobachtungszeitraum viel schrieb und dabei auf die Rechtschreibung achtete, durfte sich über weitere Fleißbildchen freuen.

Als Aggregator für den Kampagnendialog fungierten das Weblog mit dem Titel „Fehlermeldungen“ und der „PONS Twitter-Account“. Neben Social Media kamen im Zuge der integrierten viralen Kampagne auch klassische Kanäle wie Citylighs und Anzeigen in Tageszeitungen oder Magazinen flankiert zum Einsatz.

Das Ergebnis

Mit einer Response-Quote von 80 % auf das Schulheft-Mailing in den bezogenen Blogs und bei Twitter sowie einer Vielzahl von Folgeberichten auf anderen Plattformen und in den Medien, übertraf bereits der Auftakt der viralen Kampagne alle Erwartungen. Den Erfolg der konsequenten Dialogoffenheit konnte man am Net Promoter Score (NPS) messen – jenem Wert, der die Wahrscheinlichkeit einer Weiterempfehlung bemisst und der Auskunft über das Wachstumspotenzial des Angebots gibt. Der NPS kann generell zwischen -100 und 100 liegen und betrug bei dieser Kampagne 25,6 %. Nach dem Start der Maßnahmen stieg der Traffic auf dem Sprachenportal pons.eu um 70 %.

 

PONS – Kampagne Rechtschreibung 2.0

 

Links

Die PONS Deutsch-Charts

Der PONS-Weblog „Fehlermeldungen“

Der PONS Twitteraccount

Podcast-Interview mit den Machern der viralen Kampagne