Was lange währt, geht endlich los: der bigMUSIC BandClash

Heute morgen um 8 Uhr ist er endlich gestartet, der bigMUSIC BandClash! Nach dem Prinzip der „Freestyle-Battles“, wie sie im Eminem-Fim „8 Mile“ gezeigt werden, treten auf der Website mybigfm.de des Radiosenders bigFM in der nächsten vier Wochen stündlich zwei Bands gegeneinander an.

Jede Band schickt einen Song von sich ins Rennen, die Community entscheidet welcher der beiden Bands bzw. Songs „hot or not“ ist. In jeder Woche wird der „Upcomer der Woche“ in der Newcomersendung bei bigFM vorgestellt. Die Gewinnerband des bigMUSIC BandClashs wird eine Woche jeden Abend vom Radiosender gefeatured und erhält darüber hinaus die Möglichkeit bei der Talent Stage die Bühne zu rocken. Das Projekt wurde von Studenten der Popakademie Baden-Württemberg entwickelt und von vm-people betreut.

Seit November 2008 kümmern Fritz Krings (K-Rings Brothers) und ich uns um das Finetuning und die Kommunikation aller Parteien. Wir sind voller positiver Erwartungen, wie sich das Projekt entwickelt. Die „Ouvertüre“ heute Morgen war jedenfalls schon mal sehr vielversprechend. Dass zum Start so viele Bands am Wettbewerb teilnehmen würden, hätten wir nicht gedacht! Wir sind gespannt, wer am 30.03. ganz oben stehen wird!

Let’s clash!

Reimut van Bonn, (Long Distance Calling)

Nachtrag: Besondere Credits gehen raus an „Band Röthlingshöfer“, der/die maßgeblichen Anteil an der Ideenentwicklung und der Entstehung des Projekts hat.



Von vm-people am 2. März 2009
in Aktuelle Fallbeispiele, Ansteckende Ideen, In eigener Sache

Nine Inch Nails: Die erste Open-Source Band?


Alternate Reality Games
,Scavenger Hunts, User-zentrierte Zahlungsmodelle – wie kein Zweiter im Musikbuisiness versteht es Trent Reznor eine Erlebniswelt rund um seine Band Nine Inch Nails aufzubauen und dabei konsequent seine Fancommunity einzubeziehen. Als unter seinen Fans die Runde machte, Reznor habe die Produktion eines Dokumentarfilms zu seiner aktuellen Tour „Lights in the Sky“ abgebrochen, reagierten diese sofort und nahmen die Sache selbst in die Hand.

Trent Reznor will davon angeblich nichts gewusst haben und war wie er mitteilt überrascht als, er den Hinweis einer Gruppe von Underground-Filmern bekam, dass es von seinen Konzerten irgendwo im Internet ungeschnittenes Videomaterial in allerbester Qualität gäbe. Irgendwie müssten da wohl seine Sicherheitsleute gepennt haben. Falls irgendjemand in der Lage sei das Footage aufzuspüren, solle er doch einfach den Link posten. Er sei sich sicher, dass ein paar von seinen Fans daraus etwas Cooles machen könnten. „Oh yeah, you didn’t hear this from me.“

Ob er nun von Anfang an in die Aktivitäten der ominösen Filmer eingeweiht war oder nicht sei mal dahingestellt. Aber der Ansatz, die Fans in die Produktion seine Konzertfilms einzubeziehen, zeigt einmal mehr: der Mann ist ganz weit vorn!

(via PC World)
(Foto via nlemeshka, nin.com)



Von vm-people am 14. Januar 2009
in Aktuelle Fallbeispiele, Ansteckende Ideen

Bullshit Bingo

Im Juni 2001 stand ich vor der Herausforderung meine 200 Seiten starke Diplomarbeit auf einen 45 minütigen Vortrag am Gottlieb Duttweiler Institut in Zürich runterzudampfen. Virales Marketing war damals noch eine sehr theoretische Angelegenheit und in der Praxis nicht viel mehr als der Versuch, verschiedene Internet-Phänomene (Hotmail, Blair Witch Project, Napster) mit einem einprägsamen Label zu versehen.

Um meine Ausführungen zu den verschiedenen Kriterien der Ansteckung etwas aufzulockern, kam ich auf die Idee, meine Rede durch ein damals aktuelles Fallbeispiel zu veranschaulichen: das berühmt-berüchtigte Bullshit Bingo. Und weil es sich irgendwie anbot, lud ich das anwesende Publikum gleich dazu ein, mich auf die Probe zu stellen und verteilte die entsprechenden Bögen.

Auch wenn sich die Inhalte meiner Voträge inzwischen stark gewandelt hat – das Bullshit-Bingo ist über die Jahre zu einer Art Ritual geworden, das ich bis heute beibehalten habe. Zuletzt kam es während meines Vortrags an der HTWK in Leipzig zum Einsatz, in dessen Rahmen sich offenbar der ein oder andere Teilnehmer angesteckt hat.

Schon damals vor sechs Jahren habe ich im Rahmen meiner wissenschaftlichen Arbeit versucht herauszufinden, woher das Bullshit Bingo eigentlich stammt. Meine Recherche in Foren und Newsgroups förderte aber keine konkreten Ergebnisse zu Tage. Es gab lediglich Mutmaßungen, eine Unternehmensberatung in den USA, habe sich das Spiel ausgedacht.

Mittlerweile hat es das Bullshit Bingo auch zu einem Wikipedia-Eintrag gebracht. Darin bin ich auf eine überraschende Information gestoßen. Die Spur führt zu keinem Geringeren als Al Gore:

„Al Gore, damals Vizepräsident der USA und bekannt für seinen großzügigen Umgang mit technologischen Buzzwords, 1996 vor dem Abschlussjahrgang des MIT sprach. Die Abschlussklasse verteilte Bingokarten mit Buzzwords an das Publikum.“



Von vm-people am 18. Juli 2007
in Ansteckende Ideen, Viral Stuff, Vorträge & Seminare

Wie ich das erste Mal überhaupt in meinem Leben etwas gewonnen habe

In der Regel vermeide ich Gewinnspiele jeglicher Art. Wohl aus der Sorge, dass meine Kontaktdaten fortan einer kontinuierlichen Flut von Informationen und Angeboten ausgesetzt werden.Nun bin ich vor einigen Wochen auf den sehr feinen www.zippblog.de aufmerksam geworden und habe ihn auch gleich in meine RSS-Feedliste aufgenommen.Und genau dieser Feed http://zippblog.de/?p=167 hat mich auch zum glücklichen Gewinner eines niegelnagelneuen Zippos mit einer Gravur des Linux Maskottchens gemacht.

Deshalb nochmal tausend Dank an die Betreiber des Zippblogs. Ich werde Euch beim nächsten Anlass (Feuer geben) auf jeden Fall weiter empfehlen und die Geschichte erzählen, wie ich zu diesem tollen Feuerzeug gekommen bin.

Zippo an sich ist sowieso eine fantastische Marke, bei der alle viralen Parameter erfüllt sind:
• Reichhaltige Firmenhistorie
• Lebenslange Garantie
• visuelle Ansteckung durch Einsatz in unzähligen Hollywoodfilmen
• auditive Ansteckung durch den berühmten „Tsching-Sound“ beim Anzünden
• Sammelobjektstatus durch Limited Editions
• Handschmeichler-Qualität
• Rituale, die an die Benutzung gekoppelt sind
• Eastereggs: Interpretation des Codes auf der Unterseite des Zippos

Diese Liste könnte noch um einiges länger sein. Wahnsinn.
Dabei ist es doch nur ein ein altmodisches Benzinfeuerzeug, mit dem man einem gesundheitsschädlichen Laster frönt.

Wenn jemand aus Bradford (Firmensitz von Zippo) das hier lesen sollte:
We‘d love to work for you – though I’m afraid there’s not much left to improve

Geschrieben


Von vm-people am 15. November 2006
in Ansteckende Ideen

Kommt ein Stöckchen geflogen…

Unlängst hat uns Marketeaser Bernd Röthlingshöfer ein Stöckchen zugeworfen. Und uns damit zum Teil eines interessanten Experiments zur Vermessung der Blogosphäre gemacht. Da spiele ich natürlich gerne mit.1. Warum bloggst du/bloggt ihr?
Um gefunden zu werden2. Seit wann bloggst du?
Seit 11. Mai 20033. Selbstportrait
Bitteschön

4. Warum lesen eure Leser euren Blog?
Weiß nicht! Weil im Fernsehen nix läuft???

5. Welche war die letzte Suchanfrage, über die jemand auf eure Seite kam?
numa numa dance

6. Welcher deiner Blogeinträge bekam zu Unrecht zu wenig Aufmerksamkeit?
Alle diejenigen, die ich nie veröffentlicht habe

7. Dein aktueller Lieblings-Blog?
Tomte-Blog

8. Welchen Blog hast du zuletzt gelesen?
Riesenmaschine

9. An welche vier Blogs wirfst du das Stöckchen weiter und warum?
An Matthias, weil er etwas Ablenkung nötig hat
An Frederik, damit auch ein Stöckchen im Tal des Silikons landet
An Björn, weil er ganz oben auf unserer Blogroll steht
An Jana und Julia Balkwitz, weil sie ganz unten auf unserer Blogroll stehen



Von vm-people am 30. Juli 2006
in Ansteckende Ideen