Knockin‘ on Cassius‘ Door

Online-Experience zu Kai Meyers „Seiten der Welt“ 3

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Wer in den letzten Tagen und Wochen an unserer vm-Werstatt hier in unserem Kreuzberger Hinterhof vorbeigekommen ist und dabei aufmerksam die Ohren gespitzt hat, der hat vielleicht bis spät in die Nacht ein leises Hämmern und Klopfen vernommen. Jetzt ist er endlich fertig, unser Auftritt für den dritten Band von Kai Meyers Erfolgsreihe „Die Seiten der Welt“.

Im furiosen Finale der Serie muss die Heldin Furia alle bibliomantischen Kräfte mobilisieren, um sich, ihre Gefährten und die Welt der Bibliomantik zu retten. Dabei ist sie auf das längst vergessene Wissen ihres Großvaters Cassius Faerfax angewiesen, der geniale, etwas sonderbare Erfinder vieler bibliomantischer Wunderwerke.

Ab heute haben die Fans der Serie die Möglichkeit, die Werkstatt von Cassius zu betreten, etwas darin herumzustöbern und sich spielerisch auf Band 3 „Blutbuch“ einzustimmen, den der Verlag Fischer FJB am 10. März 2016 herausbringt. In unserer Werkstatt, die zum Glück nicht ganz so chaotisch aussieht, entstanden die Landingpage und der Teaser-Trailer.

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Ungewöhnlich fand ich die Verlagsentscheidung, jeden der drei Bände mit einer Online-Experience anzukündigen. In der Regel setzen die Verlage nur beim ersten Band auf einen großen Paukenschlag und erhoffen sich, dass die nachfolgenden Teile zu einem Selbstläufer werden. Vorteil für die Fans: Zu jedem Band der Reihe gibt es auf http://seiten-der-welt.de etwas zu erleben.



Von Thomas Zorbach am 8. März 2016
in Aktuelle Fallbeispiele, Allgemein

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Erben Gemeinschaft: Vom erfolgreichen Aufstieg einer Brand Community

Pfad

„Marken-Community“ – das klingt jung, das klingt frisch, das klingt dynamisch! In einer Welt, in der alte Marketing- und Kommunikationsrezepte immer weniger Wirkung entfalten, sind neue Begriffe, die einen Ausweg verheißen, stets willkommen. Doch viele Unternehmen scheitern kläglich bei dem Versuch, ihre eigene Community-Plattform mit Leben zu füllen. Warum sollte dies ausgerechnet der Traditionsmarke Erben Wein gelingen?

1964 aus der Taufe gehoben, stand pünktlich zum 50-jährigen Jubiläum der Marke die Frage im Raum, wie man den runden Geburtstag angemessen feiern könnte. Dass es da draußen, jenseits von Traben-Trarbach, treue Kunden gibt, mit denen man diesen Anlass gemeinsam begehen könnte, darüber war man sich einig. Schließlich standen in schöner Regelmäßigkeit Besucher auf der Matte, um ihrem Lieblingsweingut einmal einen Besuch abzustatten und einen Blick in die „Heiligen Hallen“ zu werfen.

Was wäre, wenn wir unseren Fans die Möglichkeit geben würden, uns jeden Tag zu besuchen, und wie wäre es, wenn sie dabei nicht nur uns, sondern auch andere Fans treffen könnten? Aus diesem einfachen Grundgedanken heraus wurde die Idee der Erben Gemeinschaft geboren, einer Brand Community rund um die Erben Weine. Aber wie wollte man erreichen, dass ein solcher Treffpunkt für Erben Freunde zu einem belebten und beliebten Ort wird und nicht zu einem weiteren Klickfriedhof?

Für eine Handvoll Oechsle

Laut einer Untersuchung der Strategieberatung Jump Associates sind es vor allem drei Faktoren, die eine Markengemeinschaft entstehen lassen und die auf Dauer den Zusammenhalt fördern: Geteilte Aktivitäten und Ziele, Interaktionsmöglichkeiten untereinander sowie der Aufbau herausragender Persönlichkeiten unter den Mitgliedern. Entlang dieser drei Erfolgskriterien legten wir gemeinsam mit unserem Kunden Langguth Erben eine genaue Marschroute fest. Über allem stand ein wichtiges Commitment: Wir stellen uns nicht über die Community, wir wollen ein Teil von ihr sein!

1. Etappe „Inititation“
2014 – 2016

Bergfest

Mitte September 2014 trafen sich die Projektverantwortlichen im Unternehmen mit rund zwei Dutzend Weingenießern aus ganz Deutschland zum ersten Erben Winzerwochenende, um die Idee einer Brand Community für die Erben Weine zu diskutieren. Die im co-kreativen Prozess gesammelten Anregungen flossen in die Entwicklung der Plattform ein, die bereits wenige Wochen später an den Start ging. Neben ihrer Leidenschaft für Erben Wein verbindet die Mitglieder dort eine gemeinsame Beschäftigung: Oechsle sammeln. Wer sich für die Marke einsetzt, zum Beispiel durch das Testen und Bewerten des neuen Jahrgangs („Weinprobe zu Hause“), dem Mitstimmen bei der Entwicklung neuer Weine (Erben Crowdsourcing) oder dem Einbinden eines Werbebanners auf der eigenen Website (Erben Widget), der erhält Bonuspunkte gutgeschrieben, die gegen attraktive Prämien eingetauscht werden können.

2. Etappe „Interaktion und Narration“
2016 – 2017

Barbecue

Wein ist ein Produkt, das mit allen Sinnen erlebt und genossen werden will. Deswegen war bei der Konstruktion der Erben Brand Community die physische Begegnung der Erben Freunde von Anfang an von zentraler Bedeutung. Nicht nur soll die Erben Gemeinschaft den Mitgliedern die Chance geben einander zu treffen, sondern sie sollten auch die Chance erhalten, die Mitarbeiter des Weinhändlers und den Spirit des Traditionsunternehmens kennenzulernen. Solche realen Begegnungen, begleitet von kulinarischen, urbanen Narrativen, werden auf der zweiten Etappe eine größere Rolle spielen. Ein Pilotevent fand bereits 2015 in Berlin statt. Im Rahmen eines exklusiven Foodpairings unter dem Motto „Hot Barbecue – Chili trifft Erben Weine“ führte die Marke Community-Mitglieder und Foodblogger im chilligen Hafenambiente zusammen. 2016 wird das erfolgreiche Event-Konzept mit einer Erben Pop-up Bar in Berlin fortgeführt und erweitert.

3. Etappe „Lokalisierung“
2017 – 2018

Präsenter

Eine Brand Community ist dann erfolgreich, wenn sie ihren Mitgliedern ermöglicht, verschiedene Rollen ein- und anzunehmen. Wer in der Vereinsarbeit aktiv ist, kennt dieses Grundprinzip. Den Moderator oder den Tippgeber muss es ebenso geben wie den Botschafter, der neue Mitglieder wirbt. Auch für die Erben Gemeinschaft hat sich ein breites Rollenangebot als richtig erwiesen. So wurden beispielsweise Präsenter-Typen gesucht und gefunden, die bereit sind, die Community auf Werbemitteln am POS zu vertreten. Eine weitere Rolle, die der „Celebrity“, wurde bereits von Anfang an angelegt. Zum Patron wird man entweder qua Ernennung oder durch herausragendes Engagement in der Community. Zum Sonderstatus gehört nicht nur eine Rebstock-Patenschaft, sondern auch ein privilegierter Zugang zur Plattform. Ab 2017 wird die Rolle der Erben Patrone weiter ausgebaut. Geplant ist, sie bei der Einrichtung und Durchführung lokaler Erben Stammtische zu unterstützen.

Am Ende der ersten Etappe kann ein erfolgreiches Zwischenfazit gezogen werden. Eineinhalb Jahre nach ihrer Gründung ist die Erben Gemeinschaft zu einer lebhaften und engagierten Brand Community herangewachsen. Im März 2015 wurde das 5.000 Mitglied feierlich begrüßt, bei anhaltender Wachstumsdynamik wird bereits im Herbst 2016 das gesteckte Ziel von 10.000 Mitgliedern früher als gedacht erreicht. Für Erben scheint sich der lange Weg des Community Buildings zu lohnen. Die Erben Gemeinschaft macht die Welt der Weine erlebbar, stärkt die Kundenbindung und haucht der Marke damit neues Leben ein.



Von Thomas Zorbach am 16. Februar 2016
in Aktuelle Fallbeispiele, Allgemein

#BSLOUNGE PARTY 2.0: Die Community tagt und tanzt

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Am 30. Januar 2016 war es wieder soweit: Wir haben die Blood Sugar Lounge real werden lassen. Die Blood Sugar Lounge ist eine Social Publishing-Plattform von Diabetikern für Diabetiker, die wir gemeinsam mit unserem langjährigen Kunden, dem Kirchheim Verlag, ins Leben gerufen haben.

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Erst die Arbeit, dann das Vergnügen: Zunächst trafen wir uns mit den Redakteuren bei uns im Büro, um uns ein Feedback zum Relaunch, einzuholen, der im Dezember über die Bühne gegangen war, und um Ideen auszutauschen, wie die Plattform weiterentwickelt werden könnte.

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Anschließend ging es dann in die 11n Lounge nach Berlin-Friedrichshain. Dort machten wir die Nacht zum Tag. Es wurde viel gelacht, getanzt und gequatscht. Und selbstverständlich wurden auch unsere diesjährigen Special-Cocktails „Closed Loop“ und „Dose of Sweetness“ zahlreich bestellt. 😉



Von Thomas Zorbach am 2. Februar 2016
in Aktuelle Fallbeispiele, Allgemein, Events

„Diabetes Helden“: Eine Filmreihe über den Diabetes

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Im Auftrag des Kirchheim-Verlags haben wir mit dem Team von Woodfilm eine kleine Filmreihe zum Thema Diabetes produziert. Menschen, die von der Krankheit betroffen sind, konnten sich beim Verlag mit ihrer Geschichte bewerben. Aus den Einreichungen wurden drei „Diabetes Helden“ ausgewählt, die wir jeweils einen Tag mit der Kamera begleitet haben.

Um die Geschichten möglichst authentisch erzählen zu können, war mir wichtig, die Helden vor dem Dreh persönlich kennenzulernen. Anfang Februar besuchte ich auch Petra und Ralf Schäfer, bei denen ich mich für ein kurzes Vorgespräch angekündigt hatte. Ich blieb volle vier Stunden. Danach war mir klar, dass dies kein Projekt wie jedes andere werden würde.

Petras und Ralfs Film hatte, ebenso wie die anderen Clips im September, im Rahmen der Diabetes-Tour in Nürnberg Premiere. Ich war sehr erleichtert, dass allen Helden das Ergebnis gefallen hat. Ich möchte mich bei allen bedanken, die dieses Projekt möglich gemacht und mich unterstützt haben, ganz besonders bei Hanno Schorlemmer, Karl Krings, Norman Kriese, Mario Wilhelm und Anne Seubert! Ein ganz besonderer Dank gilt natürlich euch, Ralf und Petra, sowie euren Freunden!

Diabetes-Helden – Folge 1: Love-Story

Diabetes-Helden – Folge 2: Zwei, die (fast) alles teilen

Diabetes-Helden – Folge 3: Happy D-Day 



Von Thomas Zorbach am 16. November 2015
in Aktuelle Fallbeispiele

vm-people: Ein Team für die Extrameile

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Buchszenenvernetzer und Social-Media-Tausendsassa Leander Wattig hat auch in diesem Jahr wieder dazu aufgerufen, herausragende Projekte beim Virenschleuderpreis einzureichen. Auch wenn wir den Preis noch nie gewonnen haben, so bin ich doch langjähriger Unterstützer und gebe nicht auf. In diesem Jahr habe ich mich entschlossen, kein Projekt einzureichen, sondern meine Mannschaft zu nominieren – in der Kategorie „Team des Jahres“. Und siehe da, wir sind auf der Shortlist gelandet!

Hier der Einreichungstext im Wortlaut:

„Irgendein kluger Kopf hat einmal gesagt: „Wo kämen wir hin, wenn alle sagten, wo kämen wir hin,  und niemand ginge, um einmal zu schauen, wohin man käme, wenn man ginge.“ Von allen Versuchen, zu beschreiben, was unser Team bei vm-people ausmacht, ist dieser bis heute vielleicht der treffendste. Damals im Jahr 2004, als wir ausgezogen sind, um in noch unentdecktes Marketingterrain vorzustoßen, war das Web, wie wir es heute kennen, noch ein anderes. Der Begriff „viral“ war mehr eine Idee, eine Vision, wie die (Online)-Kommunikation in Zukunft gestaltet werden könnte.

Dennoch gab es auch im Verlagsgeschäft damals viele Menschen, die mutig genug waren, uns zu vertrauen und uns auf den Weg zu schicken. Stellvertretend möchte ich an dieser Stelle Klaus Kluge (damals Droemer Knaur, heute Lübbe), Sebastian Fitzek (Irrenmagnet), Andrea Luck (Carlsen Verlag) und Hanno Schorlemmer (Kirchheim Verlag) nennen, für die wir nun schon seit einigen Jahren tätig sind.

Unterwegs ist längst nicht alles glatt gegangen, das liegt bei Entdeckungsreisen nun mal in der Natur der Sache. Aber wir können sagen, dass wir dabei immer wieder an Orte gelangt sind, an denen vor uns noch niemand war und dass der Mut unserer Kunden nicht selten belohnt wurde. Unter anderem mit mehr als einem halben Dutzend BuchMarkt-AWARDs seit 2008. Zuletzt  wurden in Leipzig die Kampagnen für „Die Seiten der Welt“ von Kai Meyer (Fischer FJB) und für „Passagier 23“ (Droemer Knaur) ausgezeichnet. Aktuell sind wir mit unserer großangelegten Kampagne für den Abschluss von Kerstin Giers „Silber“-Trilogie für Fischer FJB im Gespräch.

 Diese Einreichung widme ich meinem aktuellen Kernteam, das mich seit vielen Jahren auf dieser Reise begleitet und das immer bereit ist, die sprichwörtliche Extrameile zu gehen. Marcus Meier (Kreativdirektor), Stephanie Bagehorn (Content- und Community Management) und, neu hinzugekommen, Lisa Brosig (Projektmanagement). Ich möchte aber auch all diejenigen in meinen Dank einschließen, die in den letzten 11 Jahren für vm-people tätig waren und die mitgeholfen haben, den Begriff „viral“ von einer hohlen Floskel in eine ernstzunehmende Disziplin zu verwandeln.“

Auszeichnungen:

2015
„Die Seiten der Welt“ von Kai Meyer
BuchMarkt AWARD, Bronze
Kategorie: Online-Marketing

2015
„Passagier 23“ für von Sebastian Fitzek
BuchMarkt AWARD, Bronze
Kategorie: Bestseller-Marketing

2013
„Untot in Deutschland“ für „Untot“ von Kirsty McKay
BuchMarkt AWARD, Silber
Kategorie: Online-Marketing

2012
„Play the player, not the cards“ für „Der Regler“ von Max Landorff
BuchMarkt AWARD, Silber
Kategorie: Bestseller-Marketing

2010
„Rechtschreibung 2.0“ für „Die deutsche Rechtschreibung Online“
BuchMarkt AWARD, Gold
Kategorie: Integrierte Kampagnen

2009
„Killer Club“
BuchMarkt AWARD, Silber
Kategorie: Internetkommunikation

2008
„push 11“ für „Das Kind“ von Sebastian Fitzek
BuchMarkt AWARD, Gold
Kategorie: Einzeltitel-Aktionen



Von Thomas Zorbach am 15. Oktober 2015
in Aktuelle Fallbeispiele, In eigener Sache