spreadfirefox.com – Lauffeuer durch Testimonial-Videos

Nachdem sich an den viralen Clips von Firefox im letzten Jahr die Geister schieden, hat sich die Mozilla Foundation nun eines Besseren besonnen und macht das einzig Richtige: Man läßt die eigenen Fans zu Wort kommen.

Mit Hilfe des Firefox Flicks Testimonial Tools können Begeisterte bis zum 21. Februar 2006 Ihre Meinung zum Firefox 1.5 kund tun.

Einzige Voraussetzungen: eine Webcam. Und eine lockeren Spruch auf den Lippen.
Die Aktion läuft zwar erst seit wenigen Tagen, doch schon poppen überall auf der der Weltkarte kleine orangene Punkte auf, die jeweils für eine Lobeshymne stehen. Besser geht’s kaum.



Von vm-people am 26. Dezember 2005
in Aktuelle Fallbeispiele, Fans

„TRIP TO ASIA“: Making of … per Blog

 

 

 

 

Vor gut einem Jahr habe ich an dieser Stelle über „Rhythm is it“ berichtet, ein Dokumentarfilm über das Education-Projekt der Berliner Philharmoniker. Getragen von der Begeisterung des Publikums und von einer Mundpropaganda-Welle läuft der Film, der im Juli den Deutschen Filmpreis erhielt, auch heute noch in vielen Programmkinos.

In diesen Tagen nun startet der Regisseur Thomas Grube sein neuen Filmprojekt TRIP TO ASIA – ein Tourneefilm rund um die Asienreise der Berliner Philharmoniker. Das ambitionierte Projekt wird von Anfang an durch einen Doku-Blog begleitet, in dem neben dem Regisseur, auch Orchestermitglieder und der Klangkünstler Simon Stockhausen ihre Eindrücke festhalten.

Doku-Blogs wie triptoasia.de stellen meines Erachtens eine interessante Alternative zum klassischen Making of dar. Denn ein Weblog eignet sich dafür, das Interesse lange vor dem Filmstart zu schüren, in dem man das zukünftige Publikum am Entstehungsprozess teilhaben läßt.

Wir wünschen „Gute Reise“ und dem Projekt einen spannenden und erfolgreichen Verlauf!

Zum Blog



Von vm-people am 4. November 2005
in Aktuelle Fallbeispiele, corporate blogging

Dir En Grey

Godzillas of Rock: Die japanische Band Dir En Grey zertrampeln ein zwar brüchiges aber immer noch gültiges Paradigma der Musikindustrie, nach dem nur erfolgreich sein kann, wer die Unterstützung einer Plattenfirma genießt.

 

Zu weltweiter Bekanntheit, der in der Manga-Szene verehrten Band, genügten allein Diskussionensforen von Internetseiten, die sich mit Japans Popkultur befassen, schreibt die Frankfurter Rundschau.

„So gesehen funktioniert Dir En Grey Verbreitungsmaschine nach Art der Mund-zu-Mundpropaganda: das älteste Erfolgsmodell der Welt, wenn man so will – nur eben mittels weltweiter vernetzter Kommunikation.“

 



Von vm-people am 6. Juni 2005
in Aktuelle Fallbeispiele, Artikel, Fans

The Ring Two

Die Freunde des japanischen Horrorkinos feiern derzeit Festwochen: Nachdem „The Grudge“ bereits seit zwei Wochen in unseren Kinos läuft, startet Ende März „The Ring Two“. In dem Film von Schock-Spezialist Hideo Nakata geraten die Akteure in den Bann eines mysteriösen Videobands, das seine Betrachter nach Ablauf einer Woche das Zeitliche segnen läßt.

Um die Vorfurcht bis zur Premiere zu steigern haben sich die Vermarkter des Films etwas Perfides ausgedacht: Sie haben den angeblich todbringenden Clip samt warnendem Begleittext ins Netz gestellt: „If you watch this video you must pass it on and have someone else watch. If you don’t you will die in 7 days“. Auf einer zweiten Website können verstörte User schildern, was ihnen im Verlauf der 7 Tage alles Schreckliches widerfährt.

Die Todesdrohung als ultimativer Trigger? Die Diskussion der Frage, ob das ethisch korrekt ist oder nicht, möchte ich lieber der WOMMA überlassen. Ich habe jedenfalls den Eindruck, dass den Kollegen da beim Reglementieren etwas durch die Lappen gegangen ist. Nachsitzen und nachbessern, Jungs!



Von vm-people am 21. März 2005
in Aktuelle Fallbeispiele

csiny-carboncopy.com

In meiner Kindheit gab es ein Buch, das ich wieder und wieder las. Die Geschichte drehte sich um einen Clown, der einen Freund suchte. Eigentlich keine besonders fesselnde Story. Doch eines faszinierte mich – in dem Buch kam mein Name vor. Die Geschichte, so erschien es mir, wurde nur für mich geschrieben. Ich war so beeindruckt, dass ich mich noch heute daran erinnere.
Was damals in den 70er Jahren noch relativ aufwendig gewesen sein muß, ist heute viel leichter zu bewerkstelligen. Der technologische Fortschritt erlaubt es Produkte und Kampagnen so zu personalisieren, als wären Sie nur für uns gemacht.

Ein aktuelles und gelungenes Beispiel für die Personalisierung einer Kampagne ist die Ankündigung der neuen Staffel von CSI:NY. Aber Vorsicht, in der Geschichte geht es nicht um einen traurigen Clown, sondern um einen wahnsinnigen Serienkiller!



Von vm-people am 28. Januar 2005
in Aktuelle Fallbeispiele, Methodiken