Medaillensegen auf der Leipziger Buchmesse 2016

Drei BuchMarkt-Awards für vm-people

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Beim BuchMARKT-Award, bei dem jedes Jahr im Rahmen der Leipziger Buchmesse die besten Kampagnen der Branche ausgezeichnet werden, gab es in den vergangenen Jahren schon so manches Mal Anlass zur Freude. In diesem Jahr durften wir gleich drei Medaillen mit nach Hause nehmen.

Mit Gold (Kategorie: Event) und Bronze (Kategorie: Bestseller-Marketing) wurde unsere Fan-Experience für das Finale der „Silber“-Trilogie ausgezeichnet, die wir für die S. Fischer Verlage umgesetzt haben. Gold (Kategorie: Bestseller-Marketing) gab es auch für das von Bastei Lübbe inszenierte Verwirrspiel um die beiden Titel „Das Joshua-Profi“ und „Die Blutschule“, bei dem wir für die Online-Kampagne verantwortlich waren.

1.000 Dank an alle fleißigen Helfer, die uns bei diesen Projekten so toll unterstützt haben! Vielen Dank natürlich auch an die beiden Verlage für das entgegengebrachte Vertrauen. Und last but not least, danke Kerstin Gier und Sebastian Fitzek für die spannenden Geschichten!



Von Thomas Zorbach am 18. März 2016
in Aktuelle Fallbeispiele, Allgemein, In eigener Sache

Knockin‘ on Cassius‘ Door

Online-Experience zu Kai Meyers „Seiten der Welt“ 3

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Wer in den letzten Tagen und Wochen an unserer vm-Werstatt hier in unserem Kreuzberger Hinterhof vorbeigekommen ist und dabei aufmerksam die Ohren gespitzt hat, der hat vielleicht bis spät in die Nacht ein leises Hämmern und Klopfen vernommen. Jetzt ist er endlich fertig, unser Auftritt für den dritten Band von Kai Meyers Erfolgsreihe „Die Seiten der Welt“.

Im furiosen Finale der Serie muss die Heldin Furia alle bibliomantischen Kräfte mobilisieren, um sich, ihre Gefährten und die Welt der Bibliomantik zu retten. Dabei ist sie auf das längst vergessene Wissen ihres Großvaters Cassius Faerfax angewiesen, der geniale, etwas sonderbare Erfinder vieler bibliomantischer Wunderwerke.

Ab heute haben die Fans der Serie die Möglichkeit, die Werkstatt von Cassius zu betreten, etwas darin herumzustöbern und sich spielerisch auf Band 3 „Blutbuch“ einzustimmen, den der Verlag Fischer FJB am 10. März 2016 herausbringt. In unserer Werkstatt, die zum Glück nicht ganz so chaotisch aussieht, entstanden die Landingpage und der Teaser-Trailer.

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Ungewöhnlich fand ich die Verlagsentscheidung, jeden der drei Bände mit einer Online-Experience anzukündigen. In der Regel setzen die Verlage nur beim ersten Band auf einen großen Paukenschlag und erhoffen sich, dass die nachfolgenden Teile zu einem Selbstläufer werden. Vorteil für die Fans: Zu jedem Band der Reihe gibt es auf http://seiten-der-welt.de etwas zu erleben.



Von Thomas Zorbach am 8. März 2016
in Aktuelle Fallbeispiele, Allgemein

Was Shitstorms und Gerüchte gemeinsam haben

Gossip
Auch wenn Shitstorms inzwischen bekannt sind, so bleibt das Phänomen weiterhin ein viel beachtetes Medienthema. Irgendwas ist ja schließlich immer. Zuletzt hat es beispielsweise das Empfehlungsportal Yelp, den Schauspieler Sam Smith und das „Eltern“-Magazin getroffen. Auch wenn die Ursachen inzwischen zumindest teilweise erforscht sind, so ebben die Empörungswellen, die beinah täglich durch das Web schwappen, nicht ab.

Eine Frage, die mir – wie aktuell auf Web.de – in diesem Zusammenhang immer wieder gestellt wird, ist, ob es wirkungsvolle Präventionsmaßnahmen gibt, mit denen man sich vor einem Shitstorm schützen kann. Genau dieser Teilaspekt bildet derzeit den Schwerpunkt meines Forschungsprojekts, an dem ich gemeinsam mit Prof. Dr. Jürgen Pfeffer von der TU München arbeite. Was kann man tun, damit sich die Wellen der Empörung gar nicht erst hochschaukeln?

Erste Erkenntnisse legen nahe, dass die Ausbreitungsmuster von Shitstorms Ähnlichkeiten mit der Verbreitung von Gerüchten aufweisen. Beim Ausbremsen beider Phänomene spielen nämlich sogenannte „glaubwürdige Quellen“ eine Schlüsselrolle. Vertrauenserweckende Fürsprecher, denen es gelingt, ihr Umfeld dafür einzunehmen, einen Sachverhalt differenziert oder zumindest aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Je mehr diese Fürsprecher aktiv werden, desto höher die Wahrscheinlichkeit, das Menschen in ihrer negativen Meinung destabilisiert werden und diese nicht mit Friends oder Followern teilen. Weniger wissenschaftlich ausgedrückt: Wer sich vor Shitstorms schützen will, sollte rechtzeitig ein stabiles Beziehungs- bzw. Fan-Netzwerk knüpfen, das einen in Krisenzeiten auffängt.

Siehe dazu auch:

„Pizza Talk IV: Fighting Back Shitstorms With An Army of Superfans“
Vortrag auf der Sunbelt-Konferenz in Newport Beach, USA am 6. April 2016



Von Thomas Zorbach am 4. März 2016
in Allgemein, Interviews, Shitstorms, Social Media

Job-Description: Fan-Forscherin

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Katharina von Sohlern, Research & Development

Aktuell sind wir dabei, hier mal wieder kräftig durch die Seiten zu fegen und aufzuräumen. Das ist allerdings erst der Anfang. Demnächst wird dann komplett umgebaut. Ende März soll unser neuer Auftritt stehen.

Beim Relaunch werden wir von Katharina von Sohlern unterstützt. Katharina hat in München Ethnologie studiert und ist bei vm-people künftig für den Bereich „Research & Development“ zuständig. Ihre speziellen Kenntnisse aus der Ritualforschung und hier insbesondere das Gebiet der Identitätskonstruktion, helfen uns dabei, innovative Lösungsansätze für das Fan Relationship Management zu entwickeln.

Herzlich willkommen, Katharina!



Von Thomas Zorbach am 24. Februar 2016
in Fans, In eigener Sache

Pizza Talk IV: Fighting Back Shitstorms With An Army of Superfans

http://www.techinsider.io/star-wars-collectors-from-around-the-world-2015-12

Foto: Tech Insider

Die neue, vernetzte Medienkultur des digitalen Zeitalters hat einen neuen Fantypus hervorgebracht, den wir bei vm-people als Ultra-Fan bezeichnen, abgeleitet von der Ultra-Bewegung in der Fußball-Fanszene. Typische Kennzeichen eines Ultra-Fans sind unter anderem die hohe Emotionalität, das Bedürfnis nach Immersion und ein hohes Maß an Organisiertheit.

Während Ultra-Fans auf der einen Seite jeden Move ihres Fan-Objekts hyperkritisch begleiten, neigen sie auch dazu Partei zu ergreifen, wenn dieses ins Kreuzfeuer der Kritik gerät. Dieses Verhalten ist im Markenkontext von großer Bedeutung, vor allem in einer Zeit, in denen das Klima in den sozialen Medien immer rauher wird und zunehmend von Hate Speech und Shitstorms geprägt wird.

Von der Rolle von Ultra-Fans aka Superfans (Bezeichnung im amerikanischen Sprachraum) handelt das neuste Kapitel des Shitstorm-Forschungsprojekts, das ich mit Prof. Dr. Jürgen Pfeffer seit einigen Jahren verfolge. Erste Ergebnisse werden wir am 6. April auf der Sunbelt-Konferenz in Newport Beach, dem alljährlichen Gipfeltreffen der Netzwerkanalysten, präsentieren.

Hier der Abstract zu unserer Präsentation:

„Companies and their brands as well as politicians, governmental institutions, and celebrities increasingly face the impact of negative online WOM and complaint behavior. In reaction to any questionable statement or activity, social media users can create huge waves of outrage within just a few hours. These so-called „shitstorms“ pose new challenges for marketing communications in general and specifically for reputation management. The goal of any counter strategy is to individually destabilize as many people as possible in their negative attitude forming. Earlier research have shown that in this process so-called trusted sources come into play. Being a trusted source of information is, by definition, impossible for any company, politician, or other person or institution targeted by an upcoming online firestorm. Instead a target should be able to activate a critical mass of loyal advocates aka „superfans“. Superfans are a relatively new phenomenon in the culture of new media. The term describes loyal people or customers that are far more engaged then average fans. The behavior can be observed in cultural context such as sports or entertainment, but is not limited to these arenas. A network of loyal, well connected believable and therefore influential superfans may have a huge impact on the dynamics and diffusion of a shitstorm. In this talk we present first results of our endeavor to identify superfans in social media and to measure their possible alleviating role on the effects of shitstorms.“



Von Thomas Zorbach am 18. Februar 2016
in Allgemein, Konferenzen, Marken, Shitstorms, Wissenschaft