Selbst ist der Mord: der Killer Club von Droemer Knaur

Ihr Chef geht Ihnen mit seiner permanenten Nörgelei, so auf den Geist das Sie Ihn am liebsten um die Ecke bringen würden? Sie sind von der aktuellen Wirtschaftskrise betroffen und wollen dafür Ihren Finanzberater über die Klinge springen lassen? Oder sind Sie vielleicht heute Morgen einfach nur mit dem falschen Fuß aufgestanden und hören schon den ganzen Tag diese Stimme in Ihrem Kopf, die Ihnen befiehlt: „Kill, kill, kill!“

Schließen Sie einfach die Augen, atmen Sie tief durch und entspannen Sie sich. Es gibt jemanden, der Ihnen weiterhelfen kann. Sein Name ist Roderick van Larven. Wenn Ihr Leben in diesen Tagen von Gewaltphantasien und Mordplänen beherrscht wird, sollten Sie nicht zögern, diesen Mann kennenzulernen. Denn für Leute wie Sie hat er nicht nur viel Verständnis, nein. Extra für Sie hat er eine Möglichkeit geschaffen, Ihre kriminellen Energien auszuleben und Ihresgleichen zu treffen, den Killer Club.

Gegründet, unter der Mithilfe von vm-people und mit freundlicher Unterstützung der Verlagsgruppe Droemer Knaur, kürt der Killer Club den kreativsten und intelligentesten „Schreibtischtäter“ unter seinen Mitgliedern. Das Besondere an diesem Wettbewerb ist, dass sich dabei Profischriftsteller wie Andreas Franz,Thomas Kastura oder Sebastian Fitzek, von dem auch die Idee zum Killer Club stammt, mit Hobbyautoren messen. Die Entscheidung über den Gewinner trifft am Ende nicht etwa van Larven oder der Verlag, sondern die Community per Voting.

Wer noch einsteigen möchte in den laufenden Wettbewerb, sollte sich beeilen seinen Mordkomplott zu Papier zu bringen. Denn die Frist läuft Donnerstagnacht um 00:00 ab. Der Sieger erntet nicht nur den Respekt seiner schreibenden Kollegen, sondern erhält laut Roderick van Larven, eine großzügiges Preisgeld aus seinem Privatvermögen: 1 Milliarde US-Dollar! Diese erkleckliche Prämie, würde sicherlich auch die Wut auf Ihren Finanzberater verrauchen lassen. Dem Vernehmen nach, soll der Killer Club übrigens auch über den laufenden Wettbewerb hinaus bestehen bleiben – als V.I.P.-Community für Krimi- und Thriller-Fans!

Also, jetzt die Messer wetzen!

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Von vm-people am 4. Februar 2009
in Aktuelle Fallbeispiele

TOMs Book: eine feierliche Zwischenbilanz

Ein halbes Jahr nach dem Start von TOMs Book, unserer Viral-Marketing-Kampagne für die ZMG und den BDZV, haben sich letzten Donnerstag die Initiatoren in Berlin mit teilnehmenden Jugendlichen getroffen. Gemeinsam zog man eine Zwischenbilanz des Projekts, erlebte die Premiere des Dokumentarfilms – und feierte ein Fest.
Im August letzten Jahres waren 2.500 kleine blaue Bücher auf ihre Reise durch Deutschland gegangen. Junge Leute im ganzen Land wurden eingeladen, einen Zeitungsartikel, der sie persönlich berührt hatte, einzukleben, ihn zu kommentieren und den Eintrag auf der Website www.tomsbook.de hochzuladen. Anschließend sollte das Buch im Freundes- oder Bekanntenkreis weitergegeben werden.Seit August wurden über 2.500 Beiträge hochgeladen. Aus fast 200 zurückgesandten Büchern wurden zwei Gewinnerbücher ausgelost. Alle Jugendlichen, die sich in diesen Büchern verewigt hatten, wurden nach Berlin eingeladen. Es kamen die gesamte Klasse 10b des Johann-Sebastian-Bach-Gymnasiums in Mannheim sowie eine Delegation aus dem Otto-Hahn-Gymnasium im niedersächsischen Springe.

Gemeinsam erlebte man in einem Kreuzberger Hinterhof-Kino die Premiere eines Dokumentarfilms zweier Berliner Filmstudenten, die das Projekt über Monate begleitet hatten und den blauen Büchern hinterher gereist waren. Ihr Film machte anschaulich, auf welch unterschiedliche, stets aber ernsthafte Weise junge Leute mit der Zeitung umgehen.ZMG-Geschäftsführer Markus Ruppe, zeigte sich in seiner Grußrede beeindruckt von der intensiven Auseinandersetzung der Jugendlichen mit den Zeitungsinhalten, die im Film und in den Beiträgen des Gewinnerbuches zum Ausdruck komme. „Wie ich festgestellt habe, beschäftigen euch genau dieselben großen Fragen, die auch die Schlagzeilen unserer Zeitungen bestimmen: Warum gibt es wieder Piraten auf den Weltmeeren – und was kann und sollte Deutschland dagegen tun? Soll ein Terrorist nach 25 Jahren Haft frei kommen? Warum tötet eine Mutter ihr Kind?“

Klassenlehrerin Anja Stephan aus Mannheim zeigte sich überzeugt, dass ein Projekt wie TOMs Book Jugendliche tatsächlich an die Zeitung heranführen könne. TOMs Book habe ihre Schüler dazu gebracht, sich selbständig mit der Zeitung zu befassen und von sich aus über politische Themen zu diskutieren. Zudem sei, quasi als Nebeneffekt der intensiven Diskussionen und der gemeinsamen Arbeit am Buch, das Zusammengehörigkeitsgefühl in der Klasse gewachsen. „Mehr kann sich eine Lehrerin von einem Projekt kaum wünschen“, so Stephan.

Die Klassensprecherinnen der 10b bestätigten das positive Fazit in ihrer Dankesrede: „TOMs Book hat sein Ziel erreicht. In unserer Klasse jedenfalls wurde das Interesse am Zeitunglesen geweckt. Nun unterhalten wir uns auch über Zeitungsartikel und nicht nur über die Welt des Internets. Wir sind froh, dass wir teilgenommen haben!“

Der Abend brachte viele Anknüpfungspunkte, wie die Kampagne weitergeführt werden kann. Die Kontaktaufnahme zu Jugendlichen über die Schulen hat sich bewährt und sollte ausgebaut werden. Den Austausch von Leseerfahrungen zu erweitern und dadurch das jugendliche Bedürfnis nach Gemeinschaft zu stärken, könnte ein weiterer lohnender Ansatz sein. Was eine gute Klassengemeinschaft ausmacht, konnte an diesem Abend jeder erfahren, der die 10b aus Mannheim beobachtete. Bis zum späten Abend feierten die Schüler bei Rap-Musik sich selbst, einander und TOMs Book.



Von vm-people am 2. Februar 2009
in Aktuelle Fallbeispiele

Polit-Gezwitscher – Wie Politiker Twitter richtig nutzen

Die Diskussion über Sinn und Unsinn von Twitter läuft nun schon eine ganze Weile. Inzwischen haben auch eine Reihe deutscher Politiker den Miroblogging-Dienst entdeckt. Ein guter Zeitpunkt also, einmal genau hinzuschauen, wie Twitter in der politischen Kommunikation aktuell verwendet wird – und welche Möglichkeiten womöglich noch ungenutzt bleiben.

Zunächst aber ein paar grundsätzliche Gedanken zum Phänomen Twitter. Die Haltung der Twitter-Skeptiker ist weitgehend bekannt. Sie lässt sich knapp zusammenfassen: Alles überflüssig. Tatsächlich werden über Twitter überwiegend Trivialitäten ausgetauscht. Die meisten Botschaften (Tweets) kreisen um momentane BefindlichkeitenBeschäftigungen und Alltagsbeobachtungen. Wer soll sowas lesen – und warum?

Twitter-Fans sehen den Reiz des „Zwitscherns“ weniger im Inhalt der Nachrichten als in der Kommunikation an sich. Damit nehmen sie eine Theorie von Marshall McLuhan aus den Sechzigern auf, dessen berühmteste These lautet: „The medium is the message“. In seinem Buch „Understanding Media“ schreibt McLuhan: „Die Botschaft jedes Mediums oder jeder Technik ist die Veränderung des Maßstabs, Tempos oder Schemas, die es der Situation des Menschen bringt.“ Entscheidender als die Medieninhalte sind demnach also die persönlichen und sozialen Auswirkungen von Medien, die sich aus ihrer Anwendung ergeben. So hat laut McLuhan etwa die Eisenbahn den Menschen nicht in erster Linie Bewegung oder Transport von Gütern verschafft, „sondern das Ausmaß früherer menschlicher Funktionen vergrößert und beschleunigt und damit völlig neue Arten von Städten und neue Arten der Arbeit und Freizeit geschaffen“. (Marshall McLuhan, Die magischen Kanäle. Understanding Media. Basel 1995)Aber was ist – in McLuhans Sinne – nun die Botschaft von Twitter? Twitter schafft vor allem eines: Nähe. Ohne körperlich anwesend zu sein, bekommt man durch ständige 140-Zeichen-Updates über Aufenthaltort, Aktivitäten und Befindlichkeiten des Absenders ein Gefühl dafür, wie es ihm geht, was ihn beschäftigt, wie er tickt. Aus der bruchstückhaften Kommunikation ergibt sich ein differenzierter Gesamteindruck, der z.B. in einem Telefonat oder einer E-mail so nicht entstünde. Clive Thompson schreibt in WIRED, er habe beim Twittern ein fast „telepathisches Bewusstsein“ für andere entwickelt. Das Gefühl sei vergleichbar mit der Fähigkeit des Körpers zur Wahrnehmung der eigenen Gliedmaßen im Raum (sog. Propriozeption). Twitter erschaffe „soziale Propriozeption“, eine tiefgehende Sensibilität für andere und ein gemeinsames Verständnis, das größer ist als man selbst.
Was hat all das mit twitternden Politikern zu tun? Nun, sie sollten eines wissen: Wenn sie es ernst meinen mit Twitter, dann müssen sie Nähe zulassen. Natürlich eignet sich Twitter auch als Link-Schleuder für die eigenen Pressemitteilungen, Parlamentsanträge etc. Aber im Kern geht es darum, anderen offen zu legen, wer man ist.

Volker Beck von den Grünen scheint das verstanden zu haben. Im 3sat-Interview sagt er:
„Twitter verschafft Nähe zu den Leuten, die sich drum kümmern. Ich finde es wichtig, dass wir den Leuten, die wirklich ein echtes Interesse haben auch echte Kommunikationswege anbieten.“

Nicht so ganz begriffen hat das mit der Nähe offensichtlich Thorsten Schäfer-Gümbel, SPD-Spitzenkandidat bei der vergangenen Hessenwahl. Mit seinem für deutsche Verhältnisse recht elaborierten Online-Wahlkampf wurde er schon als Bembel-Obama gefeiert. Denn wie der US-Präsident twittert auch TSG. Auf seinen Namen liefen sogar zwei Twitter-Accounts, eines davon wurde allerdings inkognito von der TITANIC-Redaktion gepflegt. Doch wie sich gerade herausstellte, wurde auch das „echte“ Schäfer-Gümbel-Account nur sehr sporadisch von ihm selbst gefüllt. Offensichtlich verfassten Mitarbeiter den einen oder anderen Tweet in seinem Namen, auch wenn ein Wahlkampfberater lediglich „technische Hilfe“geleistet haben will.
Wie auch immer es im Einzelnen gewesen sein mag: Grundsätzlich gilt, dass Twitter von der Unmittelbarkeit lebt. Manche sprechen von Authentizität, ich nenne es Nähe. Wer sich als Politiker drauf einlässt, erhält mit Twitter neue Möglichkeiten, intensive Beziehungen zu seinen Unterstützern zu unterhalten. Das muss man wollen, schließlich kostet diese Art der Kontaktpflege Zeit, und Nähe kann auch extrem nerven. Aber der Gedanke, diejenigen ernster zu nehmen, die einem wohlgesonnen sind, scheint sich spätestens seit der Obama-Kampagne langsam durchzusetzen. Seien wir gespannt, wer der erste echte „Politiker zum Anfassen“ in Deutschland werden wird.



Von vm-people am 30. Januar 2009
in Politisches Viral Marketing

WkW oder die Sache mit dem roten Punkt

Vor rund drei Monaten habe ich mich bei wer-kennt-wen.de angemeldet. „WkW“, wie die Plattform unter eingefleischten Nutzern genannt wird, ist keineswegs „just another social network“ wie ich anfänglich dachte. WkW ist sozusagen „the network for the rest of us“. So habe ich neulich versucht, einem Kunden seine Besonderheit zu beschreiben. Das liegt vor allem an den Leuten, die man dort trifft und die man auf Facebookmyspacexingetc.com vergeblich sucht.

An Leuten wie meinem alten Freund Schmidti, dessen Bekanntschaft ich im Alter von ungefähr 14 Tagen am Taufbecken machte, der in meiner Nachbarschaft wohnte, mit dem ich später zusammen Handball gespielt habe und dessen Trauzeuge ich war, bevor wir uns irgendwann aus den Augen verloren.

Gegründet im Jahr 2006 von zwei Studenten aus Koblenz, ist WkW das derzeit am schnellsten wachsende Social Network in Deutschland. Aus epidemiologischer Sicht ist der für eine Internetplattform untypische regionale Verbreitungsweg von Interesse. „Weil es vor allem über Mundpropaganda wuchs, verbreitete es sich in konzentrischen Kreisen vom Deutschen Eck aus in Richtung Eifel, Hunsrück, Saarland, Hessen, in den Westerwald, ins südliche Nordrhein-Westfalen“, schreibt SPIEGEL ONLINE.

Erkennungsmerkmal von WkW sind die kleinen roten Punkte, die im Nutzerprofil auf einer Deutschlandkarte markieren, wo es die eigenen Freunde aus Kinder- und Jugendtagen inzwischen hin verschlagen hat. Aktuell läuft innerhalb der Community ein spannendes Experiment, in dessen Verlauf einer Gruppe von Nutzern versucht, die Karte rot einzufärben. Auch das „Rote Experiment“ macht deutlich, dass WkW immer noch einen regionalen Schwerpunkt im Südwesten hat.

Auf diesem Weg einen ganz lieben Gruß nach Frankfurt/Seckbach, meiner alten Heimat, an Schmidti und alle anderen aus meinem Netzwerk bei WkW.
Wir bleiben in Kontakt!



Von vm-people am 28. Januar 2009
in Aktuelle Fallbeispiele

TOMs Book feiert Premiere

Stimmt es eigentlich, dass die Zeitung jungen Leuten nichts mehr zu bieten hat? Ist die „Jugend von heute“ aus Sicht der Zeitungsverlage eine „verlorene Generation“? Oder gibt es doch noch Mittel und Wege, Jugendliche für die Zeitung zu begeistern?

Betrachtet man TOMs Book, das Jugendprojekt der Zeitungs Marketing Gesellschaft, dann besteht Anlass zur Zuversicht. Tausende junger Menschen bundesweit haben sich beteiligt. Jeder einzelne von ihnen fand Zeitungsartikel, die ihn interessiert, an- oder aufgeregt haben. Um die eigenen Gefühle und Gedanken mit anderen zu teilen, konnten die Artikel in TOMs Book eingeklebt, mit persönlichen Kommentaren versehen und im Internet hochgeladen werden. Mehr als 2.500 Einträge finden sich mittlerweile unter www.tomsbook.de.

Was als Experiment begann, ist also ein Erfolg geworden. Und das soll gefeiert werden. Unter den registrierten TOMs Books wurden zwei ausgelost. Alle darin verewigten Autoren wurden für den 29. Januar nach Berlin eingeladen, um sich näher kennenzulernen, auszutauschen – und gemeinsam eine Filmpremiere zu erleben.

Zwei junge Filmemacher der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin sind nämlich auf den Spuren von TOMs Book durch Deutschland gereist. Sie haben nach den Geschichten hinter den Büchern gesucht und wollten von den Teilnehmern persönlich erfahren, was sie über ihre Zeitung denken und wie sie mit ihr umgehen. Der Dokumentarfilm wird auf der Premierenparty im Sputnik Kino Hasenheide 54, 10967 Berlin um 19 Uhr erstmals vorgestellt.

Dafür vergeben wir 3×2 Eintrittskarten – wer Lust hat, meldet sich bitte unter info@tomsbook.de.

Der Film wie auch die Webseite zeigen, wieviel Leidenschaft in diesem Projekt steckt. Nicht nur die der Projektverantwortlichen und der Filmemacher, sondern vor allem die Begeisterung junger Leute für gut gemachte Berichterstattung. Hoffen wir, dass sich diese jugendliche Leidenschaft auch am Donnerstagabend zeigt. Von wegen verlorene Generation – let’s party!

www.tomsbook.de

Eintrittskarten für Party gewinnen



Von vm-people am 27. Januar 2009
in In eigener Sache