Auf meiner Forschungsreise kreuz und quer durch die USA bin ich länger in Kalifornien hängengeblieben. Das hatte aber weniger mit dem angeblich tollen Wetter hier zu tun, von dem immer alle reden. Nein, leider war es ausgerechnet in diesem Jahr ungewöhnlich kühl für die Jahreszeit. Während in Pittsburgh die Studenten schon in Flipflops zur Uni schlurften, trug man an der Westküste noch Winterjacken. Der Grund für meinen längeren Stopp unter der nicht vorhandenen Sonne Kaliforniens war die hiesige, äußerst lebhafte und gut vernetzte Transmedia-Szene.

Ich habe die „Transmedia Hollywood 3 – Rethinking Creative Relations“ und anschließend die „Transmedia San Francisco – How to geht ahead in Advertising and Gaming“ besucht. Ich habe hier und da im Blog kurz darüber berichtet. Außerdem habe ich mich auf Kickstarter, die Crowdfunding-Platform der Stunde, als Investor beim Alternate Reality Game „The Micacle Mile Paradox“ betätigt und mir dadurch ein Rolle in der Geschichte erschlichen. Produziert wird die Experience von einigen führenden Köpfe der Transmedia-Gruppe in Los Angeles und ich bin schon gespannt, was ab Juli passieren wird.

Inzwischen wurden zu beiden Veranstaltungen Video-Dokumentation veröffentlicht. Für mich ist es sehr interessant zu erleben, worüber in den USA diskutiert wird und aus erster Hand zu erfahren, welche Erfahrungen mit Transmedia Storytelling hier in Theorie und Praxis gesammelt worden sind. Dabei hat sich mein genereller Eindruck verfestigt, dass die Disziplin noch ganz am Anfang steht, sowohl was Ausdrucks-und Erzählformen, als auch was Erlösmodelle anbelangt. Eine Aufbruchstimmung ist deutlich spürbar, aber noch weiß niemand so recht, wohin die Reise geht. Die Videos vermitteln einen guten Eindruck davon.

Transmedia Hollywood , Panel 3: Working on the Margins – Who Pays for Transformative Works of Art?

Transmedia San Francisco – – How to geht ahead in Advertising and Gaming“

Weitere Videos von der Transmedia Hollywood 3