Am 18. Mai hat nun auch bei uns das erste Alternate Reality Game das Licht der Welt erblickt, wie auf patmo.de bereits berichtet wurde. Veranstalter sind die Gastfreunde; eine Gruppe von Studenten der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt, die mit ihrer spannenden Idee bereits den von der Telekom ausgelobten BestBrains Award 2006 gewannen und nun vor der Aufgabe stehen ihr Konzept in die Tat umzusetzen.

Die Geschichte rankt sich um sieben Statuen, die ein mystisches Geheimnis bewahren, mit dessen Hilfe eine Fußball-Mannschaft immer und gegen jeden Gegner gewinnen könnte. Kurz nachdem das Ausgrabungsteam um Professor Dr. Wissmann den sensationellen Fund dieser Statuen bekannt gegeben hat, werden sechs der Statuen von Unbekannten entwendet und die Suche beginnt.

Als Ausgangspunkt der Suche bietet sich die Seite tongatravel.to an, die eine Fülle an Informationen über das Königreich Tonga bereit hält. Aber wer nun glaubt, es gibt nur viel zu lesen, der ist auf der falschen Fährte. Während des ARGs lernt man eine ganze Reihe neuer Personen kennen, fiktiv und real, mit denen man Emails austauscht oder telefoniert um zum Beispiel an weitere Hinweise zu gelangen. Und man darf gespannt sein, welche schönen Gimmicks sich das Team noch hat einfallen lassen. Ich will an dieser Stelle ja auch nicht zu viel verraten.

Wie ansteckend ein solches Alternate Reality Game sein kann, erlebte ich übrigens am Dienstag wieder. Ich war von Michael Zerr in sein Seminar „Achtung Ansteckend“ an der Popakademie eingeladen und erzählte den Studentinnen und Studenten zunächst ein bisschen über die Ursprünge und Anfänge der ARGs sowie zu aktuellen Projekten und deren Umsetzungen, wie z.B. vom Projekt der Gastfreunde.
Als die Studenten und Studentinnen dann für einige Zeit selbst die Fährte nach den verschwundenen Skulpturen aufnahmen und eine auf einer Passagierliste gefundene Telefonnummer anriefen, war der Virus ARG bereits übergesprungen und alle waren begeistert, dass sogar tatsächlich jemand am anderen Ende der Leitung mit ihnen sprach.