Über den Sinn und Unsinn von Powerpoint wird seit einiger Zeit heftig gestritten. Gelegentlich auch bei vm-people. Das Programm stelle die Form über den Inhalt, sei Schuld an der Challenger-Katastrophe und überhaupt ziemlich „böse“, sagen die Gegner. Die Befürworter verweisen kleinlaut darauf, dass es nun mal der Standard sei, der sich durchgesetzt hat.

Die Diskussion mag als Kontext für eine Idee gedient haben, die letzte Woche in Berlin Premiere hatte und von der ich glaube, dass sie bald Nachahmer finden wird: Powerpoint-Karaoke. Freiwillige mutige Menschen aus dem anwesenden Publikum halten improvisierte Vorträge zu (authentischen) Powerpoint-Charts, die sie noch nie zuvor gesehen haben. Ausgedacht hat sich das Ganze die Zentrale Intelligenz Agentur.

Auf dem Menü standen heikle Themen wie „Geschlechterspezifische und geschlechtersensible Gesundheitsförderung“ (Fonds Gesundes Österreich), „Wildbiologie – Schalenwild“ (Jungjägerlehrgang Kreisjagdverband Teltow-Fläming) oder „Strategische und operative Steuerung für Balanced-Scorecard basierte Führungsinformationssysteme“ (T-Systems). Ein sehr unterhaltsamer Abend und viel Wasser auf die Mühlen der Gegner.

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