Die HORIZONT vermeldet in ihrer aktuellen Ausgabe (Nr. 36/2005), dass die deutschen Marketingmanager verstärkt auf alternative Werbeformen setzen. Das geht aus einer Studie hervor, die von der GfK durchgeführt wurde. Dem Nürnberger Institut zur Folge profitiert auch das Virale Marketing von dieser Tendenz („Satte Steigerungsraten“). „Im Jahr 2005 nutzt immerhin jedes vierte Unternehmen die moderne Form der Mund-zu-Mund-Propaganda. Vor zwei Jahren waren es nur knapp 15%.“

Interessant ist, dass die HORIZONT das Virale Marketing als „Below-the-Line“- Werbung einstuft. Abgesehen davon, dass mir noch nie jemand schlüssig erklären konnte, wo diese Linie verläuft, wer sie gezogen hat und was genau sie eigentlich voneinander trennt, finde ich diese Klassifizierung fragwürdig. Denn Virales Marketing ist keine „Werbeform“.

Nach unserem Verständnis geht es beim Viralen Marketing darum, das Unternehmen so auszurichten, dass es von der Macht der Mundpropaganda und von Weiterempfehlungen profitieren kann, angefangen bei seinen Angeboten über die Vermarktungsmaßnahmen bis hin zur eigenen Kultur. Virales Marketing ist dann erfolgreich, wenn es nicht als kurzfristige Taktik verstanden wird, sondern als langfristiger Perspektiven- und Strategiewechsel.